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Meldung
10.08.2022, 10:44 Uhr

Stadtwerke München bauen Europas größte Fernkälte-Zentrale

München - Der Hitzesommer 2022 zeigt eindrücklich auf, dass mit dem Klimawandel auch der Bedarf zur Klimatisierung von Gebäuden deutlich steigt. Konventionelle Klimaanlagen haben jedoch einen hohen Stromverbrauch. Ressourcen- und klimaschonender lässt sich ein angenehmes Raumklima mit Fernkälte schaffen.

Die Stadtwerke München (SWM) verfügen bereits über ein 22 Kilometer langes Fernkältenetz und bauen die Fernkälte-Versorgung für München weiter aus. Ab Ende 2023 soll Kälte vom Energiestandort Süd in München-Sendling durch die Isarvorstadt und Ludwigsvorstadt in die Innenstadt strömen.

Fernkälte: Strombedarf sinkt gegenüber konventioneller Kühlung um bis zu 70 Prozent
In München sollen durch die neue Fernkältezentrale der SWM künftig mehr gewerbliche Abnehmer wie Hotels, Bürogebäude und Einzelhandels-Immobilien klimatisiert werden - und zwar nachhaltig. Fernkälte funktioniert ähnlich wie Fernwärme: Auch hier wird ein Rohrleitungssystem genutzt, um thermische Energie über Wärmetauscher in die Gebäude zu transportieren. Vom Energiestandort Süd in München-Sendling aus soll Wasser mit Temperaturen von 6 bis 10 Grad Celsius in das Fernkältenetz eingespeist werden. In den angeschlossenen Gebäuden nimmt der Wärmetauscher die Energie aus der Gebäudeklimatisierung auf. Das erwärmte Wasser fließt im geschlossenen Kreislauf an den Energiestandort Süd zurück, wird wieder abgekühlt und erneut in den zu kühlenden Gebäuden eingesetzt.

Im Vergleich zur Kühlung über dezentrale, konventionelle Hausklimaanlagen spart das Prinzip der Fernkälte nach SWM-Angaben bis zu 70 Prozent des Stromverbrauchs, gleichzeitig werden auch die CO2-Emissionen entsprechend reduziert. Zudem ist Fernkälte ökologisch und nachhaltig, wenn die natürliche Kälte von Grundwasser oder von Flüssen genutzt werden kann. Das ist in München-Sendling der Fall, da die neue Kältezentrale unter anderem das kühle Wasser des Isarwerkkanals nutzt, um die Fernkälte zu erzeugen. Da es sich um ein geschlossenes System handelt, gibt es keinen unmittelbaren Eingriff in die Wasserökologie.

Insgesamt werden im Rahmen des Projekte 8 Kilometer Rohrleitungen montiert und verschweißt. Im Endausbau wird am Energiestandort Süd Kühlenergie mit einer Leistung von 36 Megawatt erzeugt - das entspricht etwa dem Kühlungsbedarf von 100 Bürogebäuden. Der Ausbau des Münchner Fernkältenetzes macht die neue Fernkältezentrale zur größten in Europa, so die SWM.

Fernkälte verbessert innerstädtisches Mikroklima
Das neue Fernkälte-Projekt in München hat auch zahlreiche positive städtebauliche Auswirkungen. Durch die zentrale Fernkälteversorgung werden weitere Kühlaggregate auf Dächern der Innenstadt vermieden. Zudem soll sich auch das innenstädtische Mikroklima verbessern, da die Fernkälteanlage im Gegensatz zu dezentralen Hausklimaanlagen ohne die Emission von Abwärme in die, im Sommer ohnehin aufgeheizte Innenstadt auskommt. Die Nutzung von Fernkälte trage daher dazu bei, der Gesamterwärmung Münchens entgegenzuwirken und den wachsenden Kältebedarf in der Großstadt umweltschonend zu decken, so die SWM.

Industriedienstleister Bilfinger erhält Auftrag für Arbeiten im Rohrleitungsbau
Die österreichische Bilfinger-Einheit Bilfinger Industrial Services GmbH verantwortet für das Fernkälte-Projekt in München-Sendling unter anderem die Planung und Installation der komplexen Anlagenausrüstung, das zahlreiche Pumpen, Armaturen und Wärmetauscher umfasst. Bereits zuvor hatten die SWM mit Bilfinger Industrial Services Austria zusammengearbeitet, um am Energiestandort Süd mit einer neuen Geothermieanlage - der bislang größten in Deutschland - die Versorgung von 80.000 Münchnerinnen und Münchnern mit umweltfreundlicher Fernwärme zu realisieren. Dabei wird 90 bis 110 Grad Celsius heißes Thermalwasser aus dem Münchner Untergrund zur Wärmeversorgung genutzt. Bilfinger war bei dieser Geothermieanlage, die Ende 2021 in den Probebetrieb ging, unter anderem für den Rohrleitungsbau sowie die Installation der Wärmetauscher verantwortlich.


Quelle: IWR Online
© IWR, 2022


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