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03.08.2022, 11:08 Uhr

Projekt-Konsortium will Ausbau der Agri-Photovoltaik beschleunigen

Müncheberg - Die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) ist gleichzeitig eine vielversprechende Lösung und Chance für die Landwirtschaft und die Energiewende. Im Juli 2022 wurde ein neues Forschungs-Projekt gestartet, das den Markthochlauf der Agri-PV beschleunigen soll.

Die Agri-PV bietet die Möglichkeit, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben, den Druck auf die knappe Fläche Land reduzieren und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterextremen und Klimawandel in verschiedenen Anbausystemen erhöhen. Unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE sowie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) arbeiten neun Partner aus Forschung, Praxis und Industrie gemeinsam an der Entwicklung eines Leitbildes für den Einsatz von Agri-PV in Deutschland.

Aufwendige Genehmigungsprozesse und Akzeptanzprobleme bremsen Agri-PV
Trotz der günstigen Ausgangslage konnten bisher in Deutschland nur sehr wenige, kleine Agri-PV-Projekte realisiert werden. Gründe hierfür liegen insbesondere in den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen, darunter unzureichenden Anreizsystemen und vergleichsweise aufwendigen Genehmigungsprozessen. Zudem treten zunehmend Sorgen auf, etwa was die Akzeptanz der jeweils ansässigen Bevölkerung und die Landschaftsattraktivität angeht.

Anfang Juli 2022 startete vor diesem Hintergrund das Projekt „SynAgri-PV: Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende - Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland“. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt wird mit 1,7 Mio. Euro gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Im Rahmen des Vorhabens soll der wissenschaftliche, rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stand der Agri-PV für den Standort Deutschland evaluiert werden. Ziel ist, evidenzbasiert und unter Einbezug möglichst aller relevanten Akteure ein gesellschaftliches Leitbild für den Ausbau der Agri-PV in Deutschland zu entwickeln, Handlungsbedarf zu dessen Umsetzung zu benennen, Lösungsansätze zu skizzieren und weiteren Forschungsfelder zu identifizieren.

Begleitung von Pilotanlagen, Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie Vernetzung im Fokus
Im Rahmen des Projektes sollen Beteiligungsformate geschaffen sowie die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet, aufbereitet und der breiten Öffentlichkeit und Politik zugänglich gemacht werden. Über möglichst alle relevanten Bereiche aus Praxis, Technologie, Rechtssetzung und Wissenschaft, zum Beispiel Akzeptanzforschung und Agronomie, werden Kontakte hergestellt sowie eine Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der doppelten Landnutzung etabliert.

„Durch den integrierten Ansatz aus Nahrungs- und Futtermittelproduktion sowie Energiegewinnung können Agri-PV-Systeme mehrere Synergien ermöglichen - nicht nur für den Landwirtschafts- und Energiesektor, sondern auch in Bezug auf das Wassermanagement, den Landschafts- und Naturschutz sowie soziale Innovationsprozesse“, so Prof. Klaus Müller, Projektleiter am ZALF. Zur optimalen Nutzung der Potenziale für die Energiewende und zur Prävention von Fehlentscheidungen in der Anwendung von Agri-PV sollen im Projekt neben der Vernetzung insbesondere die Begleitung von Praxisbeispielen im Vordergrund stehen.

Über das Projektkonsortium
Das Fraunhofer ISE (Koordination) bringt seine langjährige Erfahrung im Bereich der Agri-PV-Forschung ein und wird insbesondere ein Monitoringsystem für bestehende Anlagen entwickeln und Prototypenbetriebe technisch und betriebswirtschaftlich evaluieren und begleiten. Zudem sollen wichtige Fragen zu Agri-PV mit Tierhaltung erarbeitet werden.

Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. (Koordination) wird sich insbesondere mit Fragen der Akzeptanz, den Anforderungen verschiedener Akteure aus Politik, Praxis, Natur- und Umweltschutz sowie mit den Themen Nutzungskonflikte und Öffentlichkeitsarbeit befassen. Zudem soll das ZALF Lösungen zur Konfliktreduktion und Vernetzung entwickeln.

Die Universität Hohenheim bringt mehrjährige Projekterfahrungen zum Thema ein und wird sich den spezifischen pflanzenökologischen Aspekten des Nutzungssystems sowie Untersuchungen an einer Pilotanlage widmen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Becker Büttner Held sowie die Stiftung Umweltenergierecht sorgen für die juristische Expertise. Sie werden die Hemmnisse für die Agri-PV im Rechtsrahmen identifizieren und Lösungsansätze für deren Beseitigung entwickeln.

Darüber hinaus bringen die beiden Unternehmen Firma Elysium Solar GmbH (Projektierer und Berater von Agri-PV-Anlagen) sowie die Bosch & Partner GmbH (Umweltverträglichkeit von Agri-PV-Anlagen) ihre Expertise ein. Die zwei assoziierten Landwirtschaftsbetriebe Fabian Karthaus und Hofgemeinschaft Hegelbach steuern ihre Erfahrungen aus der praktischen Prototypen-Nutzung bei.


Quelle: IWR Online
© IWR, 2022


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